Unersetzliche Bienen

Ein vielfältiges Nahrungsangebot und ein stabiles Ökosystem – ohne Bienen undenkbar. Denn erst durch die Bestäubung durch Wild- und Honigbienen gedeihen viele unserer Nutzpflanzen. Entsprechend haben Bienen einen grossen ökonomischen Nutzen.

Honigbienen und Wildbienen wie Hummeln, Mauerbienen, Blattschneiderbienen oder Sandbienen bestäuben rund 80 % unserer Nutz- und Wildpflanzen.

30 % der menschlichen Pflanzennahrung sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen.

Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen oder ganze Blumenwiesen gedeihen nur dank der Bestäubung der Blüten durch Honig- und Wildbienen. Bienen leisten deshalb einen unschätzbaren Beitrag an ein vielfältiges Nahrungsangebot und zur Erhaltung der Biodiversität. Besonders gefällt ihnen der Biolandbau. Die schonende Bewirtschaftungsweise ohne Pestizide fördert wild lebende Pflanzen und Tiere. In Biofeldern gibt es beispielsweise drei- bis viermal mehr Bienenarten und siebenmal mehr Bienen.

Zwischen 235 und 577 Milliarden US-Dollar beträgt der ökonomische Gesamtertrag der Bestäubung durch Insekten weltweit.

Warum sterben Bienen?

Traurig, aber wahr: Bienen sind heute weltweit bedroht. In der Schweiz sind z.B. 45 Prozent der über 600 Wildbienenarten gefährdet. Erfahren Sie mehr über die am häufigsten diskutierten Gründe für das Bienensterben.

Pestizide

Leider spielt der Einsatz von Pestiziden in der modernen Landwirtschaft immer noch eine grosse Rolle. Viele dieser Pestizide gefährden jedoch die Bienenbestände. Wildbestäuber sind besonders anfällig auf Pestizide.

Varroamilben

Die Varroamilbe gilt als Hauptverantwortliche für das Bienensterben. Sie saugt das Blut der Honigbiene aus und hinterlässt eine offene Wunde, welche die Ansteckung von Krankheiten begünstigt.

Ungenügendes Nahrungsangebot

Durch Monokulturen, monotone Landschaften und das häufige Mähen von Wiesen fehlt ein kontinuierliches Blütenangebot von Frühling bis Herbst. Es gibt zu wenig Nistplätze. Den Bienen entgehen wichtige Nahrungsquellen und Lebensräume, die für deren Fortbestand wichtig sind.

Fehlender Nachwuchs

Nicht nur die Bienen drohen auszusterben, auch der Imkerberuf ist gefährdet, da er unter mangelndem Nachwuchs leidet. Imker leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Honigbienen.

Die Welt ohne Bienen

Bestäubung von Hand

Wegen Gifteinsätzen muss in einigen chinesischen Provinzen die Bestäubung von Hand durch Landarbeiter und -arbeiterinnen vorgenommen werden. Würden die Bienen ganz aussterben, könnte dies auch bald in anderen Teilen der Welt Schule machen. Dies wäre jedoch mit enormen Kosten verbunden.

Volkswirtschaftliche Kosten

Der UN Weltrat für Biologische Vielfalt schätzt den weltweiten volkswirtschaftliche Nutzen von Bestäubern auf rund 235 bis 577 Milliarden US-Dollar – pro Jahr. Der finanzielle Schaden durch den Verlust der Bienen wäre demnach vergleichbar mit dem der jüngsten globalen Finanzkrise.

Keine Baumwolle mehr

Würden die Bienen gänzlich von der Weltbühne verschwinden, hätte dies nicht nur auf unseren Speiseplan Auswirkungen, sondern auch auf unsere Garderobe. Ohne die Bestäubungsleistung der Biene würde die weltweite Baumwollproduktion um mindestens 20 % geringer ausfallen.

Wildbienen und Co.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Wildbienen besonders effizient bestäuben. In der Schweiz leben über 600 Arten. Wildbienen nisten in Totholz, in Hecken, an Waldrändern oder auch im Boden. Diese Lebensräume sollten geschützt werden.

Honigbienen weg, Honig weg

Zu den auffälligsten Veränderungen in einer Welt ohne Honigbienen gehört zweifelsohne das Wegbleiben des natürlichen Bienenhonigs auf unserem Frühstücksbrot. Zwar gibt es entsprechende Alternative, deren Geschmack und Verwendungszweck sind mit dem Original aber kaum zu vergleichen.

Kleineres Nahrungsangebot

In einer Welt ohne Bienen wäre unser Nahrungsangebot dramatisch eingeschränkt. Ohne die Bestäubung der Honig- oder Wildbienen würde eine Vielzahl lieb gewonnener Lebensmittel wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Orangen, Melonen, Erdbeeren, Tomaten, Gurken, Mandeln, Kaffee im schlimmsten Fall von unserer Speisekarte verschwinden.

Tristere Vegetation

Die Existenz einer Vielzahl von Blumen und anderen Pflanzen hängt von der Bestäubungsleistung von Honig- und Wildbienen ab. Pflanzen und Kräuter bilden die Nahrungsgrundlage für eine Vielzahl von Tieren. Ohne die Bienen und ihre wertvolle Arbeit würde die Vielfalt auf unseren Wiesen drastisch abnehmen.