Mitmachen und helfen

Ihr Beitrag zählt! Helfen Sie mit und leisten Sie einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Bienen. Als Pate eines Bienenstocks oder durch bienenfreundliches Gärtnern schützen Sie den Lebensraum für Bienen. Nehmen Sie ausserdem an den zahlreichen Aktionen von Coop teil.

Partner für die Natur

Taten statt Worte: Unter diesem Motto fasst Coop das Engagement für Mensch, Tier und Umwelt zusammen. Coop ist Bio-Pionierin und investiert jährlich 16,5 Mio. Franken in nachhaltige Projekte. Die Patenschaft für Bienenstöcke ist ein neues Engagement der Coop Patenschaft für Berggebiete.

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Mein summender Balkon und Garten

Bienenhilfe kann sehr einfach sein und beginnt auf dem eigenen Balkon oder im eigenen Garten. Bienen lieben Abwechslung. Mit ein bisschen mehr Biodiversität im Blumenkasten oder -beet unterstützen Sie die fleissigen Tiere. Welche Pflanzen sind geeignet? Wie schaffen Sie ein dauerhaftes Blütenparadies? Und was es beim bienenfreundlichen Gärtnern sonst noch zu beachten? Das und mehr lesen Sie in den Coop Tipps für den Garten.

In der Schweiz leben neben der bekannten Honigbiene über 600 Arten von Wildbienen, zu denen auch die Hummeln zählen. Blitzschnelllanden sie auf Blütenblättern, krabbeln mit akrobatischem Geschick ins Innere der Blüte. Sie tauchen ihren Rüssel in den süssen Nektar und saugen ihn auf, Pollen bleibt in den federförmigen Haaren hängen oder wird auf dem Bauch angebracht, und schon ist die Biene unterwegs zur nächsten Blüte oder zum Nest, um Pollen in die Brutzelle zu bringen. Dank dieses Blütenbesuchswerden wir belohnt mit Beeren, Früchten, Gemüsen, Schokolode oder Kaffee. Unser gesamtes Ökosystem ist abhängig von den fleissigen Bestäubern. Das Bienensterben betrifft sie alle. Aber wir können ihnen helfen: Es braucht nicht viel, um ein kleines Paradies für Bienen entstehen zu lassen. Mit unseren Tipps summt und brummt es herrlich auf dem Balkon und im Garten. Alle Tipps finden Sie online unter www.coopzeitung.ch/bienen.

Und keine Angst, Wildbienen sind ausgesprochen friedliche Tiere. Sie sind auch an unseren Süssigkeiten nicht interessiert, weshalb Nisthilfen gut in der Nähe von Tischen aufgestellt werden können.

DEBORAH MILLETT, Präsidentin bei «wildBee.ch»

Tipps für bienenfreundliches Gärtnern

1. Einheimische Wildpflanzen anbieten

Bienen brauchen ein gutes Nahrungsangebot, damit sie genug Pollen und Nektar sammeln können. Besonders wertvoll sind einheimische Wildpflanzen. Auch auf kleinen Flächen ist vieles möglich. Als Tankstelle eignen sich Töpfe oder Kistchen auf dem Fenstersims oder Balkon, am Hauseingang oder auf der Terrasse. All dies zusammen ergibt viel Potenzial, um Bienen zu helfen. Wenig geeignet sind gefüllte Blüten, weil sie Bienen keine Nahrung bieten.

2. Verschiedene Blütezeiten

Ideal ist ein konstantes Angebot an blühenden Pflanzen von früh bis spät im Jahr. So finden Bienen immer Nahrung. Bei den Korbblütlern wählt man Huflattich für den Frühling, dann Flockenblumen und für den Herbst Astern. Bei den Lippenblütlern beginnt man mit Wiesensalbei, dann Dost und Minzen. Pflanzen wie Gänseblümchen, Beinwell oder Taubnesseln blühen sogar fast das ganze Jahr.

3. Ein Kistchen mit Sand

Viele Bienen mögen magere Standorte. Füllen Sie also Kistchen oder Töpfe mit Sand und ganz wenig Erde, und bepflanzen Sie es spärlich mit Blumen. Mit etwas Glück nistet im Substrat eine Wildbiene. So kann man zusehen, wie sie mit den Beinen einen Gang gräbt und im Boden Brutzellen anlegt.

4. Bio kaufen

Die Unterstützung einer nachhaltigen, biologischen und artenreichen Landwirtschaft ist eine der wichtigsten Wege, um Bienen zu helfen. Achten Sie beim Einkauf auf die entsprechenden Labels.

5. Nistplätze für Wildbienen

So vielfältig wie die Arten, so vielfältig sind ihre Nistplätze. Am wichtigsten sind an gut besonnten Orten offene Bodenflächen oder Steilwände, denn die meisten Arten nisten im Boden. Einige Wildbienen nisten im Mark von Pflanzenstängeln. Für sie kann man verholzte Stängel von Brombeeren, Disteln oder Rosen am Balkon oder am Gartenzaun anbinden. Andere Arten nisten in Totholz. Deshalb sollte man abgestorbene Bäume stehen lassen. Oder man stellt ein Aststück auf den Balkon. Auch Hohlräume in Trockenmauern oder alte Bohrlöcher können als natürliche Nistplätze dienen.

6. Die künstliche Nisthilfe

Immer beliebter werden die Wildbienen-Häuser für hohlraumbewohnende Arten. Hier kann man gerade mit Kindern sehr gut Wildbienen beobachten. Solche künstlichen Nisthilfen kann man kaufen oder mit Gartenmaterialien selber basteln. Doch sie funktionieren nur, wenn den Bienen rundum passende Nahrung angeboten wird.